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Fakten über LNG

Die Abkürzung LNG steht für Flüssigerdgas (Engl. Liquefied Natural Gas). LNG ist Erdgas, das bei atmosphärischem Druck auf -160°C heruntergekühlt wird, damit es sich verflüssigt. LNG wird nicht unter Druck gesetzt und ist geruchsneutral, nicht giftig und nicht korrosiv, aber dafür sehr kalt. LNG ist erst entflammbar, nachdem es zu Erdgas verdampft ist, mit einer Zündquelle in Kontakt gekommen ist und wenn die Menge Erdgas in der Luft zwischen 5 und 15 % beträgt.

Was ist LNG?

Flüssigerdgas – oder LNG – ist eine klare, geruchsneutrale Flüssigkeit, die entsteht, wenn Erdgas auf -160°C heruntergekühlt wird. In diesem flüssigen Zustand hat LNG ein etwa 600fach geringeres Volumen als Erdgas und kann somit sehr effizient gelagert und transportiert werden. Wenn Gas über längere Distanzen transportiert werden muss, ist LNG deshalb eine besonders gute Alternative zu Gas, das über eine Pipeline transportiert wird.

Wo kommt LNG her?

Das meiste LNG kommt aus Gebieten, in denen große Mengen Erdgas entdeckt wurden, so z.B. in Nordafrika, dem Mittleren Osten und den Westindischen Inseln. Zu den Ländern, die LNG herstellen, gehören Trinidad, Nigeria, Algerien, Ägypten, Oman, Katar, Indonesien, Malaysia, Australien und die USA.

Was ist der Unterschied zwischen LNG und LPG?

Flüssiges Propangas (LPG) und LNG werden häufig miteinander verwechselt. LPG besteht hauptsächlich aus Propan (C3H8) und Butan (C4H10) und wird insbesondere für häusliche und kommerzielle Anwendungen genutzt (z.B. als Treibstoff für Autos). LPG wird unter Hochdruck verflüssigt. LNG hingegen ist bei atmosphärischem Druck flüssig, jedoch bei einer sehr niedrigen Temperatur (etwa -160°C). Die relative Dichte ist zudem ganz anders als bei LNG: Die Bestandteile von LPG sind schwerer als Luft und das Gas verteilt sich nicht, wenn es austritt. LNG (Erdgas) ist hingegen leichter als Luft und verteilt und verdünnt sich schnell in ein Gemisch auf, das nicht mehr entflammbar ist. LPG wird unter hohem Druck gelagert, während LNG bei Niedrigtemperatur gelagert wird, was einer ganz anderen technischen Ausrüstung (andere Materialeigenschaften, Dicke, Isolation) und anderen Standards bedarf.

Was geschieht in einem LNG-Importterminal?

LNG kommt per Schiff am Tanklager an, wird entladen und in Tanks gefüllt. Dann kann es entweder mit Tankkraftwagen oder Bunkerschiffen bzw. Abfüllstationen (zur Befüllung von LNG-Trucks) oder Schiffbunkerung weiter verteilt werden. Oder es wird erwärmt (oder regasifiziert) und dann in das Gastransportnetz eingespeist. Ab diesem Moment wird es genauso verwendet wie konventionelles Erdgas.

Wie wird LNG gelagert?

LNG wird in speziell konzipierten Tanks mit vollständiger Sicherheitshülle gelagert. Ein solcher Tank besteht aus einem metallenen Innentank und aus einem Außentank aus Beton. Die Wärmedämmung zwischen dem Innentank aus Stahl und dem Außentank aus Beton schränkt die Verdunstung des LNG auf etwa 0,07 % des Tankinhalts pro Tag ein.

Wo wird das LNG hingeschickt?

Das Gas, das durch die Regasifizierung des LNG gewonnen wird, wird in das Gastransportnetz eingespeist und sowohl an Haushalte als auch an Industriekunden verteilt.

Welche Wirkung hat LNG auf die Umwelt?

LNG (Flüssigerdgas) ist ein saubererer Treibstoff als z.B. Diesel oder schweres Heizöl. Außerdem kann Biogas eine Komponente bei der Herstellung von LNG sein. LNG-betriebene Motoren sorgen für weniger Lärmbelästigung und weniger Feinstaub-, NOx- und CO2-Emissionen. LNG wird bereits für den Transport, in der Schifffahrt und für industrielle Zwecke eingesetzt.

Ab dem Moment, wo das LNG regasifiziert ist, hat es dieselbe Wirkung auf die Umwelt wie Erdgas (z.B. im Vergleich zur Kohle weniger CO2-Emissionen bei der Verbrennung). Die für die Regasifizierung benötigte Energie wird aus dem Gas selbst gewonnen oder im Idealfall aus der überschüssigen Hitze der umliegenden Industrieunternehmen. Bei direkter Umweltexposition, z.B. aufgrund eines Lecks, verursacht LNG weniger Schaden als ein Ölteppich, da es sofort in der Atmosphäre verdampft.